Goju Ryu

Goju Ryu

Auch für diejenigen, die Karate als modernen Breiten- oder Wettkampfsport betreiben, ist es nicht unwichtig, die klassische Etikette, die dem urspünglich mit dem Budo verbundenen Ein-stellungen der Schüler untereinander und die Verhaltensweisen im Dojo (Übungsraum) regelt, wenigstens zu kennen. Man kann Karate-Do und Karatesport leider nicht gleich behandeln.

Je mehr sich ein Verein oder eine Karate-Schule als “traditionell” begreift, desto mehr wird die Dojo-Etikette eine Rolle spielen. Aber ob Karate nun traditionell als Kampfkunst oder modern als Kampfsport betrieben wird, die Etikette ist sowohl für das Verständnis als auch für einen störungsfreien Übungsbetrieb des Karate hilfreich.

Deshalb soll ein an die Tradition anknüpfendes Beispiel einer Dojo-Etikette aufgezeigt werden, die zwar dem Shorinji-Yu-Karate-Do zugrunde liegt, aber im wesentlichen für alle Karate- (Budo-) Stilrichtungen gelten könnte. Mit einigen Abweichungen oder vielleicht anderen Schwerpunkten ist diese Etikette sicher auf jedes Dojo und jede Budo-Disziplin übertragbar. Sie kann jedem Schüler und insbesondere jedem Trainer Anregungen für den Unterricht bringen. Diese Etikette soll das Karate-Do verdeutlichen.

Es wird nicht immer alles so heiß gegessen wie gekocht wird. Unser Dojo richtet sich nicht stur nach der Tradition, sondern wir betreiben Karate als Mischung zwischen Karate-Do und Karate-sport. Wie bereits oben beschrieben, ist es hilfreich diese Regeln zu kennen um die Tradition und Geschichte von Karate zu verstehen. Mehr zur Geschichte des Karate ›